Elizabeth Markevitch
In ihrer über 20 jähriger Berufserfahrung in der Kunstindustrie
hat Elizabeth Markevitch die verschiedensten Funktionen innegehabt: Beraterin
für Sammler; Leiterin des Art Fund, Artemis; Gründerin und Leiterin
der Kunstberatungsabteilung der J. Henry Schröder Bank und Managerin
der Malerei Abteilung bei Sotheby’s in Genf. 1999 war Elizabeth Markevitch
eine der GründerInnen von eyestorm www.eyestorm.com,
der ersten online Galerie. Seitdem war sie daran hauptsächlich daran
interessiert, neue Wege der Kunstvermittlung und des Kunsthandels zu erschließen.
Beispielhaft wird ihre Vision in dem Projekt „The 46664 - 1 Minute
of Art (46664, The Event)“ sichtbar: Weltweit renommierte Künstler
stellen ihre Sichtweise zu diesem Thema in einminütigen Filmen vor.
Als Gründerin von Ikono TV präsentiert sie jetzt einen Fernsehkanal
in hochaufl ösender Bildqualität, der sich ausschließlich
der Ausstrahlung von Kunst widmet. www.ikono.tv
Eva Meyer-Keller
Eva Meyer-Keller (Deutschland/Schweden, 1972) arbeitet an der Schnittstelle von Darstellender und Bildender Kunst und tritt im Kontext von Festivals, Kunstgalerien und Theatern in ganz Europa bis New York und Australien auf. Bevor sie in Amsterdam das vierjährige Studium für Tanz und Choreographie an der School for New Dance Development (SNDO) abschloss, studierte Sie Photographie und Bildende Kunst in Berlin (Hdk) und London (Central Saint Martins, Kings College). Sie lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland. Neben ihren eigenen Arbeiten war sie an Projekten von Baktruppen, Jérôme Bel und Christine De Smedt/ les Ballets C de la B beteiligt. www.evamk.de
Hiroko Tanahashi
Hiroko Tanahashi ist Absolventin der Filmhochschule Tisch School of the Arts der New York University (BFA) und des MFA Programms Multi Media Design and Technology der Parsons School of Design, N.Y. Seit 2002, arbeitet sie als künstlerische Ko-Leiterin der Multimedia Performance Company post theater [new york / berlin / tokyo]. www.posttheater.com
Jens Koethner Kaul
Nach dem Studium der freien Künste bei Beuys, Immendorff und Lüpertz and der Düsseldorfer Kunstakademie wendet sich JKK nach internationaler Ausstellungstätigkeit ab 1993 Projekten künstlerischen Schaffens zu, die von mehreren Menschen verschiedener Fakultäten erzeugt werden; umfangreiche Arbeiten u.a. mit diversen Choreographen im In- und Ausland. Von 1996 - 2001 für Vivendi Universal beim Aufbau internationaler Koproduktionen in Babelsberg als künstlerischer Leiter tätig. Eigene Produktionsfi rmen in den USA und Deutschland seitdem; neben der Produktion großer internationaler Spielfi lme Realisierung verschiedener Tanzfilme (z.B. DER EIN EURO CLIP; TNT after effects) als Produzent und Regisseur.
Die Auswahl der sieben Preisträger ‚7 Perlen’ bedurfte partiell eines längeren und etwas aufwendigeren Procederes. Bei 4 Filmen war sich die Mehrheit der Jury ohne jede weitere Diskussion einig, fand doch jeder der besagten mindestens die Zustimmung von drei Jurymitgliedern. Die folgenden fanden sich, nachdem jeder entsprechend eines Kriterienkataloges Einzelwertungen für die darin enthaltenen Rubriken abgab und diese am Ende zusammen gezählt wurden.
In Klammern ist die höchste mögliche Punktzahl angegeben. Sie ist ein Indiz für die Wichtigkeit, die wir dem jeweiligen Kriterium beimessen:
Als wir von DOCK 11 angefragt wurden, Jury für POOL 08 zu sein, waren
wir erfreut, die öffentliche Festivalarbeit für den Tanzfi lm
fortsetzen zu können. Das internationale Tanzfestival POOL 08 beabsichtigt
das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen bewegtem Bild und Bewegung
zu erweitern. Hierfür will Pool 08 ein Forum sein. Dies erscheint uns
innerhalb der künstlerischen Landschaft Deutschlands, die in besonderer
Weise dem Gedanken des ‚Gesamtkunstwerkes‘ verpfl ichtet ist,
notwendig. Die „7 Perlen“, eine besondere Auswahl von sieben
Filmen, überzeugen mit eigenen Qualitäten und können ohne
Hierarchie nebeneinander auf einer Ebene platziert werden. Alle „7
Perlen“ weisen durch die Kombination verschiedener Künste essentielle
Elemente eines Gesamtkunstwerkes auf und erfahren
dabei durch die fi lmische Umsetzung eine zusätzliche
künstlerische Qualität.
Konzeption: Jede Jury entscheidet sich für einen
Modus, nach dem die Auswahl der Filme stattfi ndet.
Bei POOL 08 haben die vier Jurymitglieder (siehe
Anhang 2) zunächst gemeinsam alle Filme einzeln
gesehen und diese bewertet.
Programm: Auf dem Festival werden zwanzig besten
Filme präsentiert. Die erste Hälfte dieser Filme wird
am Donnerstag, den 27. November vorgestellt, die
zweite Hälfte am Freitag den 28. November. Die „7
Perlen“ werden am Samstag dem 29. November
gezeigt.“
Natürlich ist uns bewusst, das die filmische Arbeit und allgemeinen Filmfestivals wesentlich umfangreichere Kriterien haben. Bei uns werden weniger Darsteller oder andere Filmschaffende geehrt, als der Versuch unternommen, den Besonderheiten des ‚Tanzfi lm’ auch und besonders in experimentellen Formen gerecht zu werden. Unsere Kriterien verstehen sich als vorläufi ge, die jederzeit verbessert werden können. Auch sind dies natürlich bloße Eckwerte; nach wie vor ist das Entscheidende der Gesamteindruck des jeweiligen Werkes. Letztlich lässt sich unserer Überzeugung nach das moderne Gesamtkunstwerk des Films nur bedingt in ‚Einzelteile zerlegen’. Die Kriterien erwiesen sich jedoch in der Praxis als hilfreich das spezifi sche Bewusstsein zu schärfen, die Diskussion anzuregen und aus dem Bereich rein subjektiver Emotionalität zu bewegen.“